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Sanieren bedeutet „heilen“ dieser Grundgedanke bildete den Leitfaden für den Entwurfsprozess. Das bestehende Wohnhaus aus dem Jahre 1906 wurde durch diverse Umbauten in seiner ursprünglichen kräftigen und eindeutigen Gestalt stark geschwächt. Die vorhandenen Wohnflächen im Bestand waren für die junge Familie nicht ausreichend, so dass sich der Entwurf um das Thema „Fügung Bestand-Neubau“ erweiterte.
Das Bestandsgebäude sollte wieder zu seiner ursprünglichen ausgewogenen Proportion zurück geführt werden. Alte Fotos und Pläne dienten hier als Vorlage für neue Details. Bündig in der Fassade liegende Kastenfenster mit aussen Einscheibenverglasung und innen Doppelisolierverglasung, glatte Biberdeckung, Putzornamentik mit traditionellen Muster und sensible Verbindung von Bestandsbauteilen und neuen Einbauten prägen das bestehende Haus. Der ursprüngliche Grundriss konnte weitgehend wieder aufgenommen werden.
Im Erdgeschoss liegen die Wohn-Essküche, Gäste-Arbeitszimmer und der Hauswirtschaftsbereich. Im DG liegen die Individualbereiche (die beiden Kinderzimmer, Schlafzimmer und Bad).
Der Neubau sollte sich räumlich klar vom Bestand absetzen, so dass die ursprüngliche Hausproportion sichtbar bleibt. Schnell war uns klar, dass hier kein Dualismus Alt Neu, sondern eine viel feinere Art der Fügung zum idealen Ergebnis führt. Der Neubau zeigt sich wie ein neues Familienmitglied eigenständig, jedoch verwandt. Der Kubus in moderner Holzrahmen-konstruktion mit begrüntem Flachdach, Fassadenbekleidung aus geklebten zementgebundenen Faserplatten und Ganzglasfenster wird in seiner Farbigkeit genau dem Garten angepasst. Er öffnet sich zum herrlichen Obstgarten - hier ist der neue Wohnraum.
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