Re-used
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Umbau und energetische Optimierung

Planung LPH 1-3 und Ausführungsberatung: fabi architekten bda, Regensburg
Mitarbeiter: Linda Dwinger, Johannes Meier, Lilli Burkart
Innenarchitektur: fabi architekten bda, Regensburg
Bauleitung: Christian Ruhland Dipl.Ing.FH
Haustechnik: Gasbrennwerttherme mit Luftwasserwärmepumpe, dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Wohnfläche: ca. 200,00 qm

Das Gebäude befindet sich in einem klassischen Einfamilienhausgebiet aus den 1970er Jahren in Straubing. Die architektonisch überzeugende Baukörperform, aus zwei parallel, leicht zueinander versetzt stehenden Pultdachbaukörpern konnte ohne zusätzliche Anbauten übernommen werden. Auch die Grundrissstruktur konnte weitgehend beibehalten werden. So wurde durch aktives „Weglassen“ die Qualität der Architektur weiter herausgearbeitet und gestärkt. Das formulierte Ziel war es, durch „Zurückbauen“ die architektonische Kraft des Baukörpers zu erkennbar zu machen und durch „Weiterbauen“ im Sinne von Aufbauen auf die Tradition des Bestandes ein zeitgemäßes Wohnen zu erhalten.

Die Außenhülle des Bestandes wurde zunächst von sämtlichen Verkleidungselementen, wie Faserzementplatten und dunklen Bretterverkleidungen in den Balkonbrüstungs- und Fassadenbereichen, sowie von den dunklen Fensterrahmen befreit. Ein homogener Fassadenumgang stärkt nochmals das Gesamtvolumen in seinem Ausdruck. Alle Flächen wurden mit einer Außendämmung mit einem hellgrauen Besenstrichputz überzogen. Lediglich einzelne Fenster werden in einen glatten Faschenputz gerahmt, um die Fassade in einzelnen Bereichen zu akzentuieren. Die neuen Balkongeländer sind in Ihrem Entwurf zwar immer noch eine Reminiszenz an das Baujahr, werden aber wesentlich filigraner, als Stahlkonstruktion erneuert und nehmen sich nun eher zurück. Es entsteht eine neue, zeitgemäße und leichte Gebäudehaptik unter Berücksichtigung des Bestandserbes.

Im Innenraum wurde ähnlich gearbeitet, indem vorhandene Qualitäten gestärkt und klarer herausgearbeitet wurden. Die Vielzahl der unterschiedlichen Bodenbeläge wurde entfernt und durch einen einheitlichen Belag aus Solnhofer Natursteinplatten im gesamten Gebäude (bis auf Parkett in einzelnen Individualräumen) ersetzt. Man erhält eine zusammenhängende, großzügige Raumwirkung. Der Eingangsbereich wurde durch Entfernen des Garderobenraumes und Integration eines zurückhaltenden Einbaumöbels zur Treppe hin geöffnet. Dadurch erhält die Treppe eine starke skulpturale Wirkung. Durch das Verbinden des horizontalen und vertikalen Wegesystems konnte Licht und Luftigkeit in diese Zone gebracht werden. Ansonsten wurden nur kleinere Wandverschiebungen nötig, um die Räume für die neuen Nutzer zu optimieren.

Im Erdgeschoss befinden sich die Hauptwohnräume, die fließend ineinander übergehen, im Obergeschoss die Individualräume. Das Untergeschoss erhält einen Wellnessbereich mit Sauna und Außenzugang in einen terrassierten Innenhof.